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Die richtigen Fütterungsgewohnheiten bei der Ankunft deines Welpen etablieren

16. April 2026 · 8 min de lectura · Canispedia

Dein neuer Begleiter kommt bald an? Erfahre, wie du eine gesunde Futterroutine für deinen Welpen etablierst.

Die richtigen Fütterungsgewohnheiten bei der Ankunft deines Welpen etablieren
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Die Ankunft eines Welpen zu Hause ist immer ein magischer Moment! Doch zwischen den ersten Spaziergängen, der Stubenreinheit und den Spielstunden gibt es einen entscheidenden Aspekt, den man manchmal vernachlässigen kann: die Fütterung. Dabei entwickelt dein kleiner Begleiter gerade in den ersten Monaten seine Fressgewohnheiten fürs ganze Leben.

Du fragst dich sicherlich, wie du deinen neuen Schützling richtig fütterst? Welches Futter wählen? Wie oft füttern? Keine Panik! Ich begleite dich durch dieses Ernährungsabenteuer, damit dein Welpe kerngesund aufwächst.

Die ersten Wochen: eine sanfte Futterumstellung

Die Fütterung des Züchters respektieren

Wenn du deinen Welpen beim Züchter oder im Tierheim abholst, lautet die erste goldene Regel: das Verdauungssystem nicht überlasten. Dein kleiner Golden Retriever oder Australischer Schäferhund hat gerade seine Mutter, Geschwister verlassen - das ist bereits genug Stress!

Ideal ist es, mindestens 7 bis 10 Tage bei derselben Nahrung zu bleiben. Frage den Züchter:

  • Welche Futtermarke er verwendet hat
  • Die Fütterungszeiten
  • Die gegebenen Mengen
  • Ob der Welpe besondere Vorlieben hatte
💡
Consiglio

Nimm am Adoptionstag immer einen kleinen Beutel des gewohnten Futters mit. Das erspart dir die hektische Suche nach dem richtigen Produkt und ermöglicht eine ruhigere Umstellung.

Die Technik der schrittweisen Umstellung

Wenn du das Futter wechseln möchtest, ist Geduld dein bester Verbündeter. Eine zu schnelle Umstellung kann bei deinem Welpen Verdauungsprobleme verursachen: Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit...

Hier ist die bewährte Methode über 10 Tage:

  • Tage 1-2: 75% altes Futter + 25% neues
  • Tage 3-4: 50% altes Futter + 50% neues
  • Tage 5-6: 25% altes Futter + 75% neues
  • Tage 7-10: 100% neues Futter

Diese Steigerung ermöglicht es der Darmflora deines Welpen, sich sanft an die neuen Zutaten zu gewöhnen.

Das richtige Futter für deinen Welpen wählen

Welpenfutter: was den Unterschied macht

Nicht alle Futtermittel sind gleich, besonders wenn es um einen wachsenden Organismus geht! Ein Welpe hat sehr spezifische Nährstoffbedürfnisse, die sich von denen eines erwachsenen Hundes unterscheiden. Für mehr Informationen konsultiere unseren kompletten Leitfaden zur Welpenfütterung.

Welpenfutter muss enthalten:

  • Mehr Proteine (mindestens 22-32%) für den Muskelaufbau
  • Mehr Fette (8-22%) für Energie und Gehirnentwicklung
  • Mehr Kalzium und Phosphor in ausgewogenem Verhältnis (1,2:1) für die Knochen
  • Essentielle Fettsäuren (DHA/EPA) für Gehirn und Sehkraft
  • Vitamine und Mineralien angepasst an das Wachstum
⚠️
Attenzione

Gib niemals Futter für erwachsene Hunde an einen Welpen! Es ist zu arm an essentiellen Nährstoffen und kann während dieser entscheidenden Wachstumsphase schwere Mangelerscheinungen verursachen.

Je nach Erwachsenengröße anpassen

Entgegen der Annahme haben ein Chihuahua-Welpe und ein Doggen-Welpe nicht dieselben Bedürfnisse! Geschwindigkeit und Dauer des Wachstums variieren enorm je nach Rasse.

Für kleine Rassen (weniger als 10kg erwachsen):

  • Schnelles Wachstum bis 8-10 Monate
  • Bedarf an sehr energiereichem Futter
  • Kleine Kroketten angepasst an ihr Maul
  • Hypoglykämie-Risiko zu überwachen

Für große Rassen (mehr als 25kg erwachsen):

  • Langsames Wachstum bis 18-24 Monate
  • Bedarf an kontrollierter Energiezufuhr
  • Streng kontrolliertes Kalzium/Phosphor-Verhältnis
  • Vorbeugung von Gelenkproblemen

Für mittlere Rassen:

  • Mittleres Wachstum bis 12-15 Monate
  • Ausgewogene Standardformeln
  • Regelmäßige Gewichtskontrolle

Etiketten entschlüsseln

Das Lesen eines Futteretikett zu lernen ist wie eine neue Sprache zu lernen! Aber es ist essentiell für die richtige Wahl.

Zu bevorzugende Zutaten:

  • Fleisch oder Fisch als erste Zutat (getrocknetes Huhn, frischer Lachs...)
  • Gemüse und Früchte (Süßkartoffel, Erbsen, Äpfel...)
  • Hochwertige Öle (Lachs, Lein, Sonnenblume...)
  • Präbiotika und Probiotika für die Verdauung

Zu vermeidende Zutaten:

  • Nicht spezifizierte Fleischmehle
  • Tierische Nebenprodukte
  • Künstliche Farb- und Konservierungsstoffe
  • Übermäßig Getreide (besonders an erster Stelle)

Einen strukturierten Fütterungsrhythmus etablieren

Fütterungshäufigkeit je nach Alter

Der Magen eines Welpen ist winzig! Er kann seine Tagesration nicht auf einmal aufnehmen. Daher ist es wichtig, die Mahlzeiten aufzuteilen.

Von 6 bis 12 Wochen: 4 Mahlzeiten täglich

  • Frühstück (7-8 Uhr)
  • Mittagessen (12-13 Uhr)
  • Snack (17-18 Uhr)
  • Abendessen (20-21 Uhr)

Von 3 bis 6 Monaten: 3 Mahlzeiten täglich

  • Morgens (7-8 Uhr)
  • Mittags (12-13 Uhr)
  • Abends (18-19 Uhr)

Ab 6 Monaten: 2 Mahlzeiten täglich

  • Morgens (7-8 Uhr)
  • Abends (18-19 Uhr)
💡
Consiglio

Versuche, die Mahlzeiten zu festen Zeiten zu geben! Das hilft der Verdauung und erleichtert das Erlernen der Stubenreinheit. Ein Welpe, der zu regelmäßigen Zeiten frisst, wird auch zu regelmäßigen Zeiten sein Geschäft verrichten.

Die richtigen Mengen berechnen

"Wie viel soll ich meinem Welpen zu fressen geben?" Das ist DIE Frage, die sich alle neuen Besitzer stellen! Und die Antwort ist nicht so einfach, da sie von mehreren Faktoren abhängt.

Zu berücksichtigende Faktoren:

  • Das aktuelle Alter des Welpen
  • Sein aktuelles Gewicht
  • Sein geschätztes Erwachsenengewicht
  • Sein Aktivitätslevel
  • Seine Rasse (variabler Stoffwechsel)
  • Seine Körperkondition

Die meisten Hersteller bieten Fütterungstabellen auf ihren Verpackungen an. Das ist ein guter Ausgangspunkt, aber bedenke, dass das Durchschnittswerte sind! Dein Labrador Retriever kann 20% mehr oder weniger brauchen als angegeben.

Die Gewichtskurve überwachen

Ein gesunder Welpe muss regelmäßig zunehmen, aber nicht zu schnell! Übergewicht während des Wachstums kann schwere Gelenkprobleme verursachen, besonders bei großen Rassen wie dem Deutscher Schäferhund oder Rottweiler. Übergewicht beim Hund ist ein großes Problem, das von Anfang an verhindert werden sollte.

Anzeichen für optimales Gewicht:

  • Rippen unter dünner Fettschicht tastbar
  • Taille von oben sichtbar
  • Bauch von der Seite leicht aufgezogen
  • Welpe aktiv und verspielt

Wann Mengen anpassen:

  • Wenn Rippen nicht mehr fühlbar: um 10% reduzieren
  • Wenn Rippen zu stark hervorstehen: um 10% erhöhen
  • Welpen anfangs wöchentlich wiegen

Fehler, die unbedingt zu vermeiden sind

Ad-libitum-Fütterung: scheinbar gute Idee

Das Futter zur freien Verfügung zu lassen kann praktisch erscheinen, ist aber selten eine gute Idee! Hier ist warum:

  • Übergewicht: Viele Welpen können sich nicht selbst regulieren
  • Verlust der Orientierung: Schwieriger, Appetitlosigkeit zu erkennen
  • Dominanzprobleme: Das Futter sollte von dir kommen
  • Hygiene: Kroketten verschlechtern sich an der Luft
  • Lernen: Verpasste Gelegenheit, den Welpen zu erziehen
⚠️
Attenzione

Labrador Retriever, Golden Retriever und Beagle sind besonders gefräßige Rassen, die dazu neigen, sich zu überfressen, wenn man sie lässt! Besser ihre Portionen kontrollieren.

Tischreste: verlockende Falle

Ich weiß, es ist schwer, diesen bettelnden Augen zu widerstehen! Aber Tischreste an deinen Welpen zu geben kann mehrere Probleme schaffen:

Verhaltensprobleme:

  • Permanentes Betteln am Tisch
  • Futterdiebstahl
  • Schwierigkeiten beim Fressen der Kroketten

Gesundheitsprobleme:

  • Ernährungsungleichgewichte
  • Verdauungsstörungen
  • Fettleibigkeitsrisiko
  • Giftige Lebensmittel (Schokolade, Zwiebel, Knoblauch...)

Lernprobleme:

  • Verwirrung über die Rangordnung
  • Erziehungsschwierigkeiten

Abrupte Futterwechsel

Dein Welpe verschmäht sein Futter? Du bist versucht, von heute auf morgen die Marke zu wechseln? Stopp! Das ist genau das, was du nicht tun solltest.

Abrupte Wechsel können verursachen:

  • Durchfall und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsstress
  • Ungleichgewichte der Darmflora

Wenn dein Welpe sein Futter wirklich verweigert, suche zuerst die Ursache: Stress, Krankheit, Futtertemperatur, laute Umgebung...

Eine förderliche Fressumgebung schaffen

Die Wahl des Napfes

Glaub es oder nicht, die Napfwahl kann den Appetit deines Welpen beeinflussen! Hier sind meine Empfehlungen:

Material:

  • Edelstahl: hygienisch, langlebig, leicht zu reinigen
  • Keramik: schwer (bewegt sich nicht), ästhetisch
  • Plastik vermeiden: kann Bakterien entwickeln, manche Hunde sind allergisch

Größe:

  • Angepasst an die Schnauze
  • Nicht zu tief (für platte Schnauzen wie Mops)
  • Nicht zu breit (für kleine Rassen wie Yorkshire Terrier)

Spezialoptionen:

  • Erhöhte Näpfe für große Rassen
  • Anti-Schling-Näpfe für Welpen, die zu schnell fressen
  • Orthopädische Näpfe zur Vorbeugung von Nackenproblemen

Der ideale Platz

Wo dein Welpe frisst, ist entscheidend für eine entspannte Beziehung zum Futter.

Eigenschaften des idealen Ortes:

  • Ruhig: abseits von Verkehr und Lärm
  • Sauber: leicht zu reinigender Boden
  • Fest: immer am selben Ort
  • Zugänglich: für den Welpen leicht erreichbar
  • Sicher: wo sich der Welpe wohlfühlt
💡
Consiglio

Wenn du mehrere Tiere hast, füttere deinen Welpen separat. Das vermeidet Futterkonkurrenz und Fressverhaltensstörungen. Entdecke auch, wie man die Zusammenführung mehrerer Hunde bewältigt.

Ein Ritual etablieren

Hunde lieben Routinen! Ein kleines Ritual um die Mahlzeiten zu schaffen, hilft deinem Welpen, eine positive Beziehung zum Futter zu entwickeln.

Beispiel-Ritual:

  1. Den Napf ruhig vorbereiten
  2. Den Welpen sitzen lassen und warten
  3. Den Napf hinstellen und Erlaubnis geben
  4. Ruhig fressen lassen
  5. Den Napf nach 15-20 Minuten wegnehmen

Dieses Ritual lehrt:

  • Geduld
  • Respekt vor dem Futter
  • Selbstkontrolle
  • Rangordnung (du gibst die Erlaubnis)

Hydratation: das oft vergessene Element

Die Wichtigkeit von frischem Wasser

Wir sprechen viel über Nahrung, aber Wasser ist genauso wichtig! Ein wachsender Welpe braucht viel Wasser: etwa 150-200ml pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Anzeichen guter Hydratation:

  • Rosa und feuchte Zahnfleisch
  • Feuchte Nase (außerhalb der Schlafzeiten)
  • Hellgelber Urin
  • Elastische Haut (Hautfaltentest)

Anzeichen von Dehydratation:

  • Trockenes und klebriges Zahnfleisch
  • Sehr trockene Nase
  • Dunkler Urin
  • Lethargie

Regelmäßig erneuern

Das Wasser muss permanent frisch und sauber sein. Wechsle es mindestens einmal täglich und reinige den Wassernapf genauso oft wie den Futternapf.

Manche Welpen sind wählerisch mit Wasser! Falls das bei deinem der Fall ist:

  • Probiere gefiltertes oder Quellwasser
  • Reinige den Napf öfter
  • Prüfe, dass er nicht aus Plastik ist (Geschmack)
  • Stelle mehrere Wasserstellen im Haus auf

Fütterung nach spezifischen Bedürfnissen anpassen

Welpen von Riesenrassen

Doggen, Bernhardiner und andere Riesen haben sehr besondere Bedürfnisse. Ihr Wachstum ist spektakulär, muss aber kontrolliert werden, um Knochen-Gelenk-Probleme zu vermeiden.

Ernährungsbesonderheiten:

  • Moderater Energiegehalt
  • Striktes Kalzium/Phosphor-Verhältnis (1,2:1)
  • Langsames und gleichmäßiges Wachstum
  • Verstärkte tierärztliche Überwachung
  • Speziell formulierte Nahrung

Welpen von brachyzephalen Rassen

Rassen mit platter Schnauze wie Französische Bulldogge, Mops oder Boston Terrier haben besondere Fütterungsherausforderungen.

Notwendige Anpassungen:

  • Angepasste Kroketttenform
  • Kontrollierte Fressgeschwindigkeit
  • Manchmal erhöhte Position nötig
  • Überwachung der Körpertemperatur
  • Bewegung nach Mahlzeiten vermeiden

Empfindliche Welpen

Preguntas frecuentes

Ab welchem Alter kann man einen Welpen mit fester Nahrung füttern?

Welpen können ab etwa 3-4 Wochen mit fester Nahrung beginnen, ergänzend zur Muttermilch. Die vollständige Entwöhnung erfolgt normalerweise zwischen 6 und 8 Wochen - der ideale Zeitpunkt für die Adoption deines neuen Begleiters.

Für mehr über diese entscheidende Futterumstellung konsultiere unseren Leitfaden Welpenfütterung und entdecke, wie du das Zuhause für die Welpenankunft vorbereitest.

Wie viele Mahlzeiten täglich sollte man einem Welpen geben?

Ein Welpe von 2 bis 6 Monaten braucht 3 bis 4 Mahlzeiten täglich, aufgeteilt zu festen Zeiten. Ab 6 Monaten kannst du auf 2 tägliche Mahlzeiten umstellen - eine Gewohnheit, die bei mittelgroßen und großen Rassen wie Golden Retriever oder Deutscher Schäferhund auch im Erwachsenenalter beibehalten werden sollte. Für mehr Details zur Ernährung konsultiere unseren kompletten Leitfaden zur Welpenfütterung.

Welche Futtermenge soll ich meinem Welpen geben?

Die Menge hängt von drei Schlüsselfaktoren ab: Rasse, Gewicht und Alter deines Welpen - konsultiere immer die Empfehlungen auf der Verpackung seines Futters. Zwei wesentliche Elemente zum Anpassen:

  • Kleine Rassen wie Chihuahua fressen weniger, aber häufiger
  • Große Rassen wie Dogge benötigen größere Portionen, aber kontrolliertes Wachstum

Für optimale, an das Alter deines Welpen angepasste Fütterung konsultiere unseren kompletten Leitfaden zur Welpenfütterung und entdecke, wie du eine angepasste Routine bei seiner Ankunft zu Hause etablierst.

Soll ich spezielles Welpenfutter geben oder kann ich das für Erwachsene verwenden?

Es ist essentiell, speziell für Welpen formuliertes Futter zu geben, reich an Proteinen und Kalzium, um ihr schnelles Wachstum zu unterstützen. Futter für erwachsene Hunde enthält nicht die für die ordnungsgemäße Knochen- und Muskelentwicklung deines jungen Begleiters notwendigen Nährstoffe.

Konsultiere unseren kompletten Leitfaden zur Welpenfütterung, um mehr über spezifische Nährstoffbedürfnisse zu erfahren, oder erkunde die Hundefütterung, um zu verstehen, wie man die Fütterung im Laufe des Wachstums anpasst.

Welche menschlichen Nahrungsmittel sind für meinen Welpen gefährlich?

Vermeide unbedingt Schokolade, Weintrauben, Knoblauch, Zwiebeln, Avocado und Süßstoffe wie Xylitol, die für alle Hunde giftig sind. Gekochte Knochen sind ebenfalls zu vermeiden, da sie splittern und innere Verletzungen verursachen können, besonders bei jungen Welpen mit fragilen Zähnen.

Für mehr über gute Fütterungspraktiken konsultiere unseren kompletten Leitfaden zur Welpenfütterung.